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Das Leben einer Pfütze (27.07.2008)

Hey Leute, ich zerfließe hier gerade fröhlich. Eigentlich möchte ich gar nicht wissen, wie heiß es hier gerade ist, aber ich werd trotzdem mal das Thermometer  befragen… Es sind 33 °C im Schatten. Oookay, ich bin dann mal weg. Mein Hirn ist tot und morgen soll ich tatsächlich eine Prüfung schreiben. Und im Moment sollte ich eigentlich dafür lernen. Aber man kann doch kaum denken, geschweige denn etwas lernen, wenn einem gerade das Hirn gebraten wird und der Körper zerfließt. Naja, ich werde es trotzdem weiter versuchen. Hoffentlich verbringt ihr wenigstens den Tag an irgendeinem See, respektive in einem See. Das war’s dann auch schon wieder aus dem Leben einer Pfütze in spe.
Gehabt euch wohl,
Phia
[Nachtrag (28.07.2008)]
Ich habe gerade ein Gedicht gefunden, dessen Existenz ich irgendwie vollkommen vergessen hatte. Entstanden ist es irgendwann im Juni des letzten Jahres. Und, welch Überraschung, auf meinem Mist gewachsen. Allerdings mag ich es trotzdem irgendwie, weshalb ich es euch nicht vorenthalten will.


Here it is:

Geist


Bilde ich es mir denn wirklich nur ein?
Du kannst doch nicht bloß ein Hirngespinst sein…
Ich fühle doch deine Anwesenheit
Und deine Nähe zu jeder Zeit.


Andere meinen, ich wäre verrückt.
Ich hingegen bin sehr bedrückt.
Sind sie denn alle zu taub, um dich zu hören?
Ich kann doch deine Anwesenheit beschwören.

Dass du mich umgibst, spüre ich doch immerzu,
Denn der, der stets bei mir ist, bist du.
Du bist mein Leben, wirst sein mein Tod.
Ist es von Nöten, bist du mein Retter in der Not.

Mein Leben wäre nicht das Gleiche ohne dich,
Denn gäbe es dich nicht oder verließest du mich,
So fiele ich in das tiefste Loch, fern von der Hoffnung Licht.
Es gäbe fortan nur die Finsternis, die in das Herz mir sticht.

Ich spüre deine Nähe und deinen Atem auf meiner Haut…
Warum nur, sag mir, bist du mir so unendlich vertraut?
Es ist, als würde ich dich zeitlebens kennen,
Als könnte ich jeden deiner Gedanken benennen.

So sprich doch mit mir, geliebtes Gespenst,
Das du mich besser als jeder andere kennst.
Und ich will dir immer vertrauen, dir alles glauben.
Und lass mir von deiner Präsenz den Atem rauben.

Ich bitte dich, verlasse mich nie.
Ich gehe gern vor dir auf die Knie,
Magst du mir dadurch eher vertrauen.
Doch bitte, lass mich auf dich bauen.

Niemandem kann ich mehr vertrauen als dir,
Drum flehe ich dich an, bleibe immer bei mir.
Denn gingest du, wäre mein Ableben nah.
Bitte, geliebte Seele, bleibe für immer da.

Doch, oh nein, was spüre ich nun?
Geliebte Präsenz, das kannst du nicht tun!
Du kannst nicht von mir gehen, nicht jetzt!
Ist es dir denn egal, wie sehr es mich verletzt?!

Ich spüre dein Lächeln überall um mich herum
Und schaue mich umso hektischer nach dir um.
Geh nicht, o Geist, der du mein ganzes Leben bist!
Mit deinem Abschied ist mein Lebenssinn vermisst…

Du warst es, der mich begleitete durch  Höhen und Tiefen,
Wenn meine Lebensgeister den ewigen Schlaf schon schliefen.
Du gabst mir die Kraft jeden neuen Tag zu durchleben,
Ließest mich oftmals in höheren Sphären schweben…

Und nun willst du fort, willst mich verlassen?
O, ich kann dich nicht einmal dafür hassen.
Denn du warst das, was mich am Leben hielt.
Du hast mir niemals irgendetwas vorgespielt.

Geliebter Geist, du warst immer ehrlich zu mir,
Du gabst mir Kraft und hieltest mich hier
Auf diesem Planeten, den ich so verachte.
Du warst es, mit dem ich mein Leben verbrachte.

Willst du es wirklich enden mit deinem Verschwinden?
Gibt es denn nichts, was dich an mich kann binden?
Dass du mich jetzt verlässt, möchte ich nicht…
Siehst du die bitteren Tränen auf meinem Gesicht?

Dein endgültiger Verlust ist mein unausweichlicher Tod.
Verräterisches Gespenst, warst du nicht mein Retter in der Not?
So geh doch endlich von hier fort,
verlasse mich, mein Leben, diesen Ort!

Ich wünsche dir, dass du auf ewig an mich denkst,
Während du in höheren Sphären hängst.
Geh fort, lass mich allein in meiner Not.
Auf dass du ewig denkst an meinen Tod!
________________________________________
Ladida, das war’s. ^^ Ich hoffe, ihr könnt etwas damit anfangen. Über die Beweggründe, dies zu schreiben, bin ich mir inzwischen nicht mehr im Klaren, aber es scheint, dass ich mal wieder in einer Emo-Phase steckte. Nun, wie auch immer. Damit verabschiede ich mich erst einmal.
[/Nachtrag]

[Nachtrag 2 (28.07.2008)]
Oookay, nach intensivem Durchstöbern meines Geschreibsels der letzten Jahre bin ich auf zwei weitere Gedichte gestoßen.  Und die werden selbstverständlich auch in diesem Eintrag verewigt. Ein paar Worte zur Erklärung: Beide Gedichte dürften zwischen Juni 2004 und Dezember 2005 entstanden sein. Das erste von beiden kam unter starken Einflüssen von Vampirismus in filmischer und literarischer Form zustande, während das zweite in einer Phase der Faszination von Elementargeistern entstand. Den Anstoß zum Schreiben des zweiten Gedichts gab mir höchst wahrscheinlich Hans Christian Andersens Märchen „Die kleine Meerjungfrau“. Und nun genug geschrieben, also viel Spaß mit den Gedichten.

Tödlicher Kuss

Einsam sitze ich hier,
Im dunkelsten Wald,
Verzehre mich nach dir.
Bitte, komme bald.


Ich sehne mich nach Nähe,
Erwarte dich begierig,
Bis ich dich endlich sehe.
Die Freude zu zügeln ist schwierig.

Der Mond steht voll am Himmel.
Du steigst von deinem Pferde.
Es gleichet einem Schimmel
Und berühret kaum die Erde.

Du schreitest langsam über die Flur,
Doch du wirfst keinen Schatten.
Dein Blick sagt: „Warte nur…“,
Doch ich kann und will nicht länger warten.

Meine Hand strecke ich dir entgegen
Und deine schlanken Finger umschließen sie.
Wie gern hätte ich jetzt in deinen Armen gelegen,
Doch so weit kam es bisher noch nie.

Deine Hände sind angenehm kühl,
Als du sie mir auf Hals und Wange legst.
Du kannst dir nicht vorstellen, was ich fühl,
Wenn du das zu tun pflegst.

Meine Lippen verlangen nach deinen,
Wollen ihre zarten Berührungen spüren.
Jedoch kann dein Blick nur verneinen.
Wie kannst du mich nur so vorführen?

Ich schenkte dir damals ein Herz, meines.
Es gehörte dir seit unserer ersten Begegnung.
Doch überließest du mir je deines?
Dein Gesicht zeigt keinerlei Regung.

Wie kannst du denn nur so kalt sein?
Silberne Tränen fließen mir aus den Augen.
Du dachtest noch immer, ich wäre zu klein?
Es war ein Irrtum und ich schließe die Augen.

Küsse mich nun, geliebtes Herz,
Gib mir den letzten, den tödlichen Kuss.
Lass mich Teil haben an deinem Schmerz,
Auf dass du nicht mehr allein leiden musst.

Glaub mir, ich habe keine Furcht mehr.
Ich gebe zu, ich sagte es einst,
Doch wir Menschen ändern unsere Meinung eher,
Als du es zu glauben scheinst.

Und nun tue es endlich.
Ich will auf ewig mit dir vereint sein.
Mach mich bitte unsterblich.
Ich möchte nicht länger allein sein.

Du nanntest mich deinen dunklen Engel,
Aber du wusstest, dass nicht ich es bin.
Nein, du bist der dunkle Engel
Und ich bin deines Lebens einziger Sinn.

Ist es denn überhaupt ein Leben?
Ich bezweifle es innerlich.
Doch was kann der Tod uns schon geben?
Er ist doch auch nur eine Pflicht.

Drum lass uns lieber zusammen unsterblich sein.
Ich will dich niemals wieder verlieren.
Lass mich ein Teil dieser endlosen Welt sein.
Du kannst es mir nicht länger verwehren.

Und nun lächelst du mich an.
Oh, wie ich dieses Lächeln vermisste.
Ich liebe dich, wie man nur lieben kann.
Selbst wenn nur du und ich es wüssten.

Jetzt kniest du dich zu mir hernieder.
Deine Zähne beißen sogleich in mein Fleisch.
Du saugst mein Blut, wieder und wieder.
Dein Anblick ist der letzte, den ich noch erheisch.

Ich spüre wie sie erschlaffen, meine Glieder.
Du hältst mich in deinen Händen
Und legst mich ganz sanft auf das Gras nieder.
Doch hier kann mein Leben nicht enden.

Nur ein paar Augenblicke später öffne ich die Augen
Und das erste, was ich nun sehe bist du.
Am Ende und Anfang meiner Leben deine wunderschönen Augen
Und ich sehe, du lächelst mir wieder zu.
____________________________________
         Undine
- Lass mich leben -


Du siehst in meine Richtung…
Aber kannst du auch mich sehen?
Siehst du, dass ich hier sitze?
Ich, die Tochter des Wassers?
Kannst du erkennen, was ich bin?
Ich bin nicht menschlich…
Ich bin ein Geist.
Ein Geist des Wassers.
Ohne Seele und doch lebendig…
Ein merkwürdiger Zustand, nicht?


Du kommst in meine Richtung…
Aber kommst du auch zu mir?
Kommst du auch zu dem Weiher, wo ich verweile?
Ich, die Hüterin dieses Gewässers?
Du siehst, dass ich eine Tochter des Wassers bin…
Und dennoch kommst du zu mir.
Willst du mich berühren?
Versuche es ruhig…
Vielleicht kannst du mich von meinem Dasein erlösen.
Nun fühle ich die Wärme und Freundlichkeit deiner Seele.


Du kniest dich ans Ufer und…
Wieso reichst du mir deine Hand?
Dein wunderschönes Lächeln will mich aus diesem nassen Reich befreien.
Du möchtest, dass ich die deine werde?
O Nikisa, Herr des Wassers, ich habe einen Menschen gefunden…
Einen, der mich wirklich liebt.
Oh welch ein Glück mich durchflutet,
Denn ich werde eine unsterbliche Seele bekommen.
Ich reiche dir meine Hand und du schließt mich in die Arme.
Und durch diesen Kuss ist unsere Liebe besiegelt…
_________________________________________
Und diesmal war es das wirklich. ^^°
Auf bald…
[/Nachtrag 2]

5.8.08 19:38
 


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