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Versuche Mitmenschen zu verstehen

Im Moment ist es wieder wirklich unglaublich lustig in meiner näheren Umgebung.

Ständig wird von links oder rechts über irgendwen hergezogen und weil der und der das und das über den und den gesagt hat, was letzterer aber nur darum tat, weil ersterer die gleiche Tour abzgezogen hat.

Ich möchte nicht behaupten, dass ich vollkommen anteilnahmslos dabei sitze und schweigend zuhöre, aber irgendwann muss es auch eine Grenze geben.

Im Moment scheint diese in meinen Augen überschritten, aber hey, lass sie nur machen, denk ich mir.

Das Problem an dem Versuch der Neutralität ist lediglich, dass man beide Parteien grundsätzlich auf ihre Weise gern hat und eigentlich nicht unbedingt missen möchte.

Gestaltet sich jedoch schwierig, wenn Partei A mit Partei B ein Problem hat und beide Parteien nich nachvollziehen können, warum es bei einem selbst nich so ist.

Wenn Partei A nun womöglich noch in ihrem Stolz verletzt is, weil jemand wie ich, der meist eher passiv is und seine Meinung eher für sich behält, um Konflikte zu vermeiden, dann in letzter Zeit doch mit einigen Dingen absolut unzufrieden ist und dies kundtut bzw. um andauernden Anspielungen auf Fehltritte zu entgehen und einfach mal andere Menschen außerhalb der Clique kennenzulernen, mit letzteren etwas unternimmt, woran Partei A partiell bis gar nicht beteiligt is, dann is wieder alles total toll.

Dann bin ich auf einmal egoistisch und hab mich total verändert.

Zugeben, irgendwo bin ich auch egoitisch, aber wer ist das bitte nicht?

Der Mensch ist nun mal ein Egoist durch und durch, wer noch nie egoistisch gedacht/gehandelt hat, ob nun bewusst oder unbewusst spielt keine Rolle, soll sich bitte bei mir melden.

So viel dazu und zurück zum eigentlichen Thema.

Ich warte irgendwie nur noch auf den großen Showdown, denn allmählich werden die Hinweise immer deutlicher und irgendwann kommt notgedrungen der große Knall.

In welcher Form, will ich mir gerade nicht vorstellen, aber etwas wäre trotzdem noch interessant zu wissen.

Geht Partei A mir jetzt möglichst aus dem Weg, weil ich mich erdreistete nich mehr so abhängig von ihr zu sein?

Oder liegt es daran, dass ich im Moment mit Partei B besser klar komme und mehr mit ihr unternehme?

Oder mag es gar daran liegen, dass Partei A meinen neu erblühten "Egoismus" nicht ertragen kann?

Dieses Rätsel können wohl nur besagte Parteien lösen...

Im Moment würde ich sie jedenfalls am liebsten alle in eine Kiste tun, Deckel rauf und dann is Ruhe im Karton.

Aber da ich ja nicht Gott bin, muss ich mich wohl damit begnügen innerlich zu toben wie ein wütender Drache, dem sein Schatz gestohlen wurde.

In diesem Sinne eine stressfreie Zeit an alle, die dies lesen oder auch nicht lesen.

6.11.06 20:00


zur Abwechslung mal was weniger Stressendes^-^

Freitag 10.11.2006, irgendwann zwischen 10:30 und 12:00 Uhr in Raum 201 von Schulgebäude II:

Großes Thema war Effi Briest, speziell das Frauenbild der damaligen Zeit. An sich nicht so umwerfend spannend, dass es einen Blogeintrag verdient, aber in diesem Zusammenhang haben wir die Begriffe Femme fatale und Femme fragile geklärt. Auch das hat noch keine speziellere Aufmerksamkeit verdient, aber das Gedicht, welches wir im Nachhinein noch zerpflückt haben, war doch echt herrlich.

Und deshalb werde ich es hier mal einfügen^-^

Kavita Sinha - Eva an Gott (1986)

Ich wusste
Als Erste
Einer Münze
Oben und unten
Sind Kopf und Adler

Ich wusste
Als Erste
Licht und Dunkelheit
Sind beide
Von Dir erschaffen

Ich wusste
Als Erste
Zu gehorchen
Und nicht zu gehorchen
Ist ein und dasselbe

Ich berührte
Als Erste
Den Baum
Der Erkenntnis
Ich biss als Erste
In den leuchtenden Apfel
Ja, das war ich

Ich begriff
Als Erste
Unter Lachen
Und Weinen
Kann aus Deinem Antlitz
Das Gesicht des Kindes
Geschnitten werden

Ich begriff
Als Erste
Herrlich ist es
Gut im Laster
Und verderbt in Reinheit
Zu leben

Ich zerbrach
Als Erste
Das Goldgeschmeide
Nur so
Aus Spass
Denn
Es gefiel mir nicht
Marionette
Deiner Hand
Zu sein, während er
Der arme Adam war

Ich stiftete
Die erste
Unruhe
Auf Deiner Erde
Jawohl, das war ich

Ich schuf
Als Erste
Himmel und Hölle
Als ich die Wand
Zwischen Scham und Blöße
Mit dem Feigenblatt
Errichtete

Ich war
Die Erste
Die mit Spiel und Schmerz
Deine Puppe aus eigenem
Fleisch formen konnte
Ich: la femme fatale
Mein Geliebter
Mein Sklave
Ich war
Die Erste
Die erfuhr
Was es bedeutet
Vom Himmel
Verbannt zu sein

Ich erlebte es
Als Erste
Wie ein Mensch zu leben
Und das Leben zu lieben
Mehr als den Himmel
____________________________________________

Ich bin wirklich keine radikale Feministin oder Gegnerin der Kirche, aber das Frauenbild, welches wir letzterer zu verdanken haben, ist doch wirklich mehr als dämlich.

In diesem Sinne liebe Grüße an die gesamte weibliche Bevölkerung da draußen und an diejenigen Herren, die sich auch damit abfinden können, dass Frauen eine gleichwertige Position haben wie Männer.

11.11.06 18:03


Bittere Erkenntnis

Der heutige Tag war mal wieder einer wie jeder andere auch. Geprägt von positiven aber auch negativen Ereignissen und selbst wenn die positiveren Aspekte überwogen, musste ich heute durch meine Mum etwas erkennen.

Das, woran es wirklich fehlt, ist die Zeit um über das nachzudenken, was wirklich wichtig ist. Doch es ist nicht alles.

Wir wissen das, was wir haben, in vielen Fällen nicht genügend zu schätzen und merken erst, was uns verloren geht, wenn es bereits verloren ist.

Im Augenblick macht sich das in vielerlei Hinsicht in meinem Umfeld bemerkbar, seien es nun Freunde, Familie oder die eigenen Interessen. Und das wirklich Schmerzliche daran ist, dass man nahezu machtlos ist, denn die gesellschaftlichen Konventionen erfordern volle Konzentration auf Bildung und Job, sodass man alles andere dahinter zurück stellen muss.

Es tut weh, wenn man darüber nachdenkt, dass ein Mensch, den man sehr gern hat, im Sterben liegt und man aus beruflichen Gründen nicht bei ihm sein kann um womöglich zum letzten Mal mit ihm zu sprechen, ihm zu zeigen, dass er einem viel bedeutet und dass man ihm bis zum bitteren Ende beisteht.

Wenn ich darüber nachdenke, wird mir immer wieder bewusst, wie gefühlskalt diese Gesellschaft ist und wie unmenschlich jeder einzelne in ihr sein kann.

Es ist wirklich beängstigend und zugleich verstörend, denn ich selbst kann mich nicht ausschließen. Man wird gezwungen es so zu akzeptieren, wie es ist, obwohl man es doch eigentlich nicht akzeptieren möchte und kann, ohne dabei zu zerbrechen.

Irgendwie habe ich es im Moment wirklich satt in so einer Gesellschaft leben zu müssen, doch andererseits: was gibt es für eine Alternative?

Die Flucht in den Tod? Nein, das kann es nicht sein. Man muss lernen mit dem Schmerz durch Verlust wichtiger Menschen und Dinge zu leben und schließlich wäre es für jene Menschen, denen wir wichtig sind, auch sehr schmerzlich und deshalb sollten wir uns nicht gegenseitig noch mehr Schmerz als nötig zufügen...

24.11.06 00:25


Tränen für einen geliebten Menschen

Bis etwa 16 Uhr war der Tag heute ganz annehmbar, zwar wenig erfreulich, aber auch ebenso wenig schrecklich.

Wie gesagt, das war bis etwa 16 Uhr der Fall, denn dann war ich zu Hause und was muss ich als kleine Botschaft am Rande lesen?

Ich stehe da, nichts ahnend und vollkommen unvorbereitet, lese 6 Worte und mit diesen 6 Worten, diesen wenigen Buchstaben kommt eine zum einen schreckliche, aber auch erleichternde Erkenntnis über mich.

Einerseits ist es jene, dass der Tod sich nicht nach irgendwem richtet und selbst bestimmt, wann es an der Zeit ist zu gehen.

Und andererseits, dass es dem Verstorbenen jetzt besser geht und er nicht mehr länger leiden muss.

Ich denke, dass mir im Augenblick noch nicht vollkommen klar ist, was mit diesem Todesfall auf meine Familie und mich zukommt und vor allem, was wir nun verloren haben.

Doch etwas ist mir bewusst.

Ich möchte um nichts in der Welt an der Stelle seiner Frau sein, denn für sie muss die Gewissheit ihn nie wieder lächeln zu sehen oder um sich zu haben, die Hölle sein.

Allein die Vorstellung ohne eines meiner engeren Familiemitglieder zu sein, beängstigt mich sehr und ich möchte mir nicht vorstellen, wie es ist einen Menschen zu verlieren, der einem so nah stand, wie er seiner Frau.

In diesem Sinne wünsche ich ihr alle Kraft der Welt um die Zeit ohne ihn zu überstehen und hoffentlich bald wieder glücklich zu sein, auch wenn es sicher nie wieder so werden kann, wie zuvor.

Und ich bewundere sie für die Kraft, die sie hatte um mit ihm gemeinsam seinen letzten Weg zu beschreiten. Denn zuzusehen, wie der geliebte Mensch langsam aber stetig stirbt ohne eingreifen zu können, erfordert sicherlich ebenso viel Stärke wie Durchhaltevermögen.

Diese Worte hier niederzuschreiben bewirkt inzwischen ein ansatzweises Erfassen der Situation meinerseits, doch was mir viel mehr am Herzen liegt, ist es den Lesern dieses Blogs bewusst zu machen, wie kostbar jede einzelne Minute des Lebens ist.

Also vergeudet sie bitte nicht und zeigt denjenigen, die euch wichtig sind, möglichst oft, dass sie es sind.

Denn es könnte jeden Tag zu spät sein um es zu tun...

27.11.06 16:47


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